Die Kurse

Unser Ziel in allen Kursen lautet: Gemeinsam mit dem Hund lernen. Die folgenden Kurse bieten nicht nur Ihrem Hund, sondern auch Ihnen Spaß, Abwechslung und Herausforderung:

 


Welpen und Junghunde

 

Die wohl wichtigste Zeit im Leben eines Hundes ist die Welpenzeit. Alle Erlebnisse in dieser Phase (Prägephase) sind von großer Bedeutung für seine weitere Entwicklung. Alle Erfahrungen, die der Welpe in dieser Zeit macht, werden ihm für sein restliches Leben in Erinnerung bleiben. Diese Entwicklung findet aber in der Regel nicht mehr in seiner Hundefamilie, sondern in seiner neuen Menschenfamilie statt.

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Demzufolge muss die Menschenfamilie nun alle notwendigen Erziehungsaufgaben übernehmen. Man muss lernen, den Hund zu verstehen, um ihm die bestmögliche Förderung zu geben. In unseren Welpen- und Junghundekursen legen wir primär Wert darauf, dass die „richtige“ Interaktion zwischen Hund und Halter zustande kommt. Diese bildet das unerlässliche Fundament für ein späteres harmonisches Zusammenspiel im Alltag. Die Teilnehmer lernen Methoden und Hilfen, um mit ihrem vierbeinigen Freund zusammenzuwachsen.

In langjährigen Beobachtungen haben wir festgestellt, dass anfangs das notwendige Erlernen der nötigen Umgangsformen, sowie das richtige Verhalten gegenüber der neuen „Menschenfamilie“ durch zuviel Spielen mit Artgenossen in den Hintergrund rücken kann. Innerartliches Spiel ist natürlich auch wichtig, aber darf nicht überbewertet werden. Die Welpenzeit ist einfach zu kurz, um die Stunde Welpenerziehung nur durch Spielen mit Gleichaltrigen ungenutzt verstreichen zu lassen. Durch eine kompetente Anleitung und Ausbildung geben wir Anregungen und Tipps für eine spannende Gestaltung des Alltags des kleinen Hundes.

Bei uns kann ihr Welpe in kleinen Gruppen und Einzelunterricht lernen und hat zwischendurch die Möglichkeit, mit Artgenossen jeden Alters Kontakt aufzunehmen und von älteren gut sozialisierten Hunden artgerechtes Verhalten beigebracht zu bekommen. Dies wird sich später bei Begegnungen mit verschiedenen Artgenossen auszahlen. Was im Welpenalter erlernt und kennen gelernt wurde, bleibt ein ganzes Hundeleben lang fest verankert. Hundeerziehung heute ist von der Zwangserziehung vergangener Zeiten weit entfernt. Die Lernbereitschaft und Neugier des Welpen wird bei der Erziehung genutzt.

Über Spiel, Futter und Lob werden erste Hör- und Sichtzeichen („Sitz“, „Platz“) erlernt – ganz ohne Zwang! Außerdem werden die Trainer wichtige Hinweise vermitteln, wie ein eventuelles Fehlverhalten mit Konsequenz korrigiert wird. Darüber hinaus wird der Welpe in der Spielstunde mit immer neuen – teilweise auch ungewöhnlichen – Situationen und Personen konfrontiert. Dies stärkt sein Nervenkostüm und lässt das Vertrauen zu seinen Menschen immer mehr wachsen. Somit ist die gesunde Basis für eine erfolgreiche Hundeerziehung gegeben, und der Hund wird somit nie zu einer Gefahr für sein Umfeld. Außerdem lernen die Welpen erste Sportgeräte, wie z.B. Wippe, Hürde, Tunnel kennen.

Selbstverständlich stehen Ihnen die Übungsleiter in jeder Übungsstunde für Fragen zur Verfügung. Einstieg ist jederzeit möglich, es gibt keine Wartezeiten  und wir treffen uns bei fast jedem Wetter. Das Welpenalter ist viel zu schnell vorbei, um Zeit zu verlieren!

Die Junghundezeit kann man auch als „Flegelphase“ bezeichnen. Die Hunde testen jetzt Herrchen und Frauchen auf ihre Führungsqualitäten. Besonders in der Flegelphase sollten sich die Zweibeiner geduldig, aber konsequent um die Erziehung ihres Vierbeiners bemühen. Sie müssen lernen, sich durchzusetzen und durch Spiel und Futter Erlerntes positiv zu bestärken.

Nun werden grundlegende Fertigkeiten eingeübt und gefestigt, die ein zufriedenes Miteinander von Mensch und Hund gewährleisten. Hör- und Sichtzeichen wie „Sitz“, „Platz“, „Fuß“ und „Hier“ werden intensiv eingeübt. Die Gerätearbeit kommt dem noch ungestümen Bewegungsdrang der Junghunde entgegen. Und auch das innerartliche Spiel (hier auch mit Welpen) kommt nicht zu kurz, denn nur so wird die Sozialverträglichkeit der Junghunde in der Gruppe gefestigt.

 


Familienhunde

 

Diese Gruppe bietet Hunden ab 1 Jahr die Möglichkeit, durch anspruchsvolle Übungen Alltagsgehorsam weiter zu entwickeln und zu vertiefen. Dazu gehört Verhaltenstraining im Kreise anderer Hunde und ihrer Besitzer unter Ablenkung sowie die Vermittlung von Grundgehorsamsübungen – z. B. Laufen an lockerer Leine, Freifolge, Apportieren, Festigung verschiedener Hör- und Sichtzeichen. Damit fordern und fördern Sie Ihren Familienhund.

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Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, bauen wir immer wieder Übungen aus unterschiedlichen Hundesportdisziplinen ein. Dabei üben wir an den Agility-Geräten und lehnen uns an verschiedene Obedience-Übungen an.

Auch alltagsuntypische Situationen werden herausgefordert und gemeistert. Dem Einfallsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt. Diese Aufgaben fördern die Bindung zwischen Hund und seinem Menschen. Zusammen gemeisterte Herausforderungen  geben dem Hund Vertrauen zum Partner Mensch und schweißen das Team zusammen.

 


Mobility

 

Mobility (zu deutsch „Beweglichkeit“) wurde geschaffen für Hunde und Menschen, die es etwas „langsamer“ angehen wollen. Der Hindernisparcours beim Mobility ähnelt dem des Agility, wird aber noch durch die unterschiedlichsten Gegenstände und Hindernisse unserer normalen Umwelt ergänzt. So soll der Hund beispielsweise über Plastikplanen und Gitterroste gehen, soll Treppen hoch- oder Röhren durchlaufen, Schrägen aus den verschiedensten Materialien überwinden oder in Schubkarren durch die Gegend gefahren werden.

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Dem Einfallsreichtum der Trainer und Hundehalter sind dabei keine Grenzen gesetzt. Aber anders als beim Agility geht es hier nicht um Schnelligkeit oder große Sprungkraft des Hundes, sondern um eine korrekte Ausführung der einzelnen Übungen.

Im Grundsatz geht es beim Mobility darum, den Hunden die unterschiedlichsten Gegenstände und Hindernisse aus unserer normalen Umwelt vorzulegen und spielerisch eine Gewöhnung daran zu erreichen.

Durch Mobility wird die Bindung zwischen Hund und Mensch gestärkt und bietet beiden Seiten eine tolle Möglichkeit, gemeinsam Spaß zu haben.
Mobilty ist besonders geeignet für ältere Hunde, „langsame“ Hunde oder Hunde mit Gelenksproblemen.

 


Agility

 

Agility (zu deutsch „Gewandtheit, Aufgewecktheit“) ist ein aus England kommender Freizeitsport für Mensch und Hund, in dessen Mittelpunkt ein Hindernisparcours (Hürden, Reifen, Stege usw.) steht, der gemeinsam in möglichst kurzer Zeit fehlerfrei überwunden werden will.

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Am wichtigsten hierbei ist der Spaß mit dem Hund, sprich sich mit seinem Hund zu befassen, zu spielen, ihm aber auch Genauigkeit in der Ausführung von Hör- und Sichtzeichen abzuverlangen.

Agility ist für jeden gesunden Hund ab circa 1 Jahr geeignet. Agility stärkt das Selbstvertrauen des Hundes, das Vertrauen zum Hundeführer, und es hält körperlich und geistig fit.

 


Obedience

 

Obedience (zu deutsch „Gehorsam“) ist eine etwas gehobenere Form des Hundetrainings. Hier genügt es nicht, dass der Hund sofort gehorcht, wenn Sie ein Kommando geben; die Befehle sollen außerdem möglichst exakt ausgeführt werden. Zur Obedience gehören Übungen ganz verschiedener Art, die wir in unseren Kursen immer wieder trainieren.

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Hierzu zählen beispielsweise Leinenführigkeit, Sitz aus der Bewegung, das Apportieren von Gegenständen, Kontrolle aus der Distanz, die Verträglichkeit mit anderen Hunden oder das Zeigen des Gebisses und noch vieles mehr!

 


Longieren

 

Möglicherweise stammt Longieren aus dem Pferdetraining, wo das Pferd vom Menschen an einen langen Zügel im Kreis geführt wird. Es ist aber auch eine Herkunft aus dem Hütetraining denkbar. Hier werden die Schafe bei Beginn der Ausbildung rund eingepfercht und der Hund lernt, diesen Pferch zu umkreisen.

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Das Longieren erfolgt an einem abgesteckten Kreis. Der Hundeführer bewegt sich im Inneren des Kreises, der Anfängerhund wird an einer Leine geführt. Im Verlauf des Trainings lernt der Hund, sich ausschließlich außerhalb des Kreises zu bewegen und dabei auf die – in erster Linie körpersprachlich gegebenen – Signale des Hundeführers zu achten. In Erwartung der Bestätigung beginnt der Hund den Hundeführer genau zu beobachten. Er muss herausfinden, welches Verhalten für die Bestätigung nötig ist und wird nicht gelockt.

Der Hundeführer begibt sich mit fortschreitendem Training immer näher zum Kreiszentrum. Ziel des Trainings ist es, dass der Hund lernt, auch auf Distanz auf Signale des Menschen zu achten und entsprechend zu reagieren.

In fortgeschrittenen Trainingsphasen werden Kommandos eingebaut, wird die Leine weggelassen, Hindernisse am Kreis werden eingebaut.